Langsam -> Schnell, Langsamer -> Schneller
Auch wenn es an dieser Stelle schon mehrfach betont wurde, man kann es nicht oft genug sagen: Ein Tunnel würde Reisezeiten nur in den wenigsten Fällen verlängern. Warum viele dennoch vom Gegenteil ausgehen, ist ganz einfach erklärt. Sie haben lange Rolltreppen und weite Wege durch Verteiler-Ebenen vor Augen.Deshalb leisten wir an dieser Stelle nochmal Aufklärungsarbeit, wie auch bei den letzten Malen dient dafür die Relation Küchengarten – Kröpcke. Also der Einstieg in die Bahn am Küchengarten bis hin zur Ankunft an der Kröpcke-Uhr. Dafür gehen wir von folgenden Punkten aus:
- eine Geh-Geschwindigkeit von 80 Metern pro Minute
- 30 Sekunden pro Ebene, die gewechselt werden muss
- 30 Sekunden pro Fußgänger-Ampel
- Fahrzeiten aus dem aktuellen Fahrplan
- errechnete Fahrzeiten für den Tunnel
Heute braucht man für die genannte Strecke etwa 10,5 Minuten wenn man bis zum Ernst-August-Platz fährt und den Rest zu Fuß geht. Verlässt man die Bahn schon am Steintor, braucht man etwa zwei Minuten länger, also 12,5 Minuten.
Durch die deutlich höhere Geschwindigkeit im Tunnel sowie kurze Wege in den Stationen Steintor und Hauptbahnhof, es ist nur ein zusätzlicher Ebenen-Wechsel, kommt es zu keinen Verschlechterungen. Im Gegenteil: Wer den Tunnel an der Station Steintor verlässt und zu Fuß weitergeht, erreicht schon nach ca. 11,5 Minuten den Kröpcke. Steigt man nun aber nicht am Steintor aus, sondern nutzt die bequeme Umsteigemöglichkeit am Hauptbahnhof, kann man schon nach etwa 8,5 Minuten an der Kröpcke-Uhr sein.
Die zwei Minuten, die man im Vergleich zu heute schneller ist, erscheinen auf den ersten Blick nicht viel. Wer diese Strecke aber mehrmals pro Woche fährt, spart doch deutlich an Zeit.





