Vorteil Tunnel: Steintor
Am Steintor kreuzen sich die Linien der C-Strecke (4/5/6/11) mit den beiden D-Linien (10/17). Wer aus Richtung Ahlem/Limmer/Linden-Nord in Richtung Nordstadt, Herrenhausen, Stöcken, Garbsen oder den östlichen Teil Hannovers (Zoo, Kleefeld, Kirchrode, Roderbruch) oder umgekehrt möchte, steigt am westlichen Ende der hannöverschen Fussgängerzone um.
Ist-Zustand
Wer also heute am Steintor zwischen den Linien 10/17 und 4/5/6/11 wechseln möchte, muss ein paar Minuten Zeit mitbringen. Zwischen der Haltestelle in der Kurt-Schumacher-Straße (10/17) und den Eingängen zur U-Bahn in der Georgstraße und Langen Laube liegen etwa 160 m und ein Zebrastreifen, bzw. zwei Fussgängerampeln. Hat man diesen Weg geschafft, warten noch zwei Ebenen darauf, überwunden zu werden. In Summe benötigt man heute also durchschnittlich drei bis vier Minuten für den Wechsel von der Oberfläche in den Untergrund.
Was die Oberflächenvariante bringen würde
Wenn die Region sich für die Oberflächenvariante entscheiden sollte, stellt sich erst einmal die Frage nach dem Standort für einen Hochbahnsteig. Der VCD bevorzugt einen Bau auf der Münzstraße zwischen Goethe- und Kurt-Schumacher-Straße, um ideale Umsteigebedingungen zwischen Oberfläche und Tunnel schaffen zu können. Aufgrund des Platzbedarfs eins Hochbahnsteigs (ca. 10 m breit, min. 72 m lang) müsste dieser direkt nördlich der Einmündung Goethestraße entstehen, was den Fussgängerstrom zwischen Georgstraße und Langer Laube unterbrechen würde. Zudem würde auch die historische Sichtachse zwischen Kröpcke und Königsworther Platz noch weiter verbaut. Fraglich wäre dann auch die Position von etwaigen Fahrstühlen zwischen Oberfläche und Tunnel, auf der Münzstraße wäre dafür vermutlich nicht mehr genügend Platz. Letztendlich müssten Umsteiger dann wieder eine Straße überqueren, was Zeit kostet.
Belässt man es bei heutigen Standort in der Kurt-Schumacher-Straße, bliebe es auch bei der schlechten Umsteigesituation, die wir heute schon haben.
Was die Tunnellösung bringen würde
Der Stationsbereich für den D-Tunnel liegt direkt unter der heute schon in Betrieb befindlichen Station Steintor in Nord-Süd-Richtung. Umsteiger müsste lediglich von -3 (D-Tunnel) per Rolltreppe nach -2 (C-Tunnel) wechseln, weiter bis an die Oberfläche wären es weitere zwei Rolltreppen. Der Weg für “Ein- und Aussteiger” wäre also im Vergleich zur Oberflächenvariante der gleiche, während es Umsteiger mit Tunnel deutlich angenehmer wäre. Der Weg wäre kürzer und man wäre weder Wind noch Wetter ausgesetzt.


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